Von Jasmin

Digital Mindfulness – so wichtig wie noch nie

Das Telefon klingelt Sturm, der Arbeitschat pingt ununterbrochen auf und das E-Mail-Postfach quillt über – die digitale Transformation der Arbeitswelt bringt nicht nur Innovation. Wir sind immer verbunden, immer erreichbar und an “Abschalten” ist gar nicht mehr zu denken. 

Wir leben in einer Zeit der Reizüberflutung, die uns zunehmend überfordert und sich auch nicht verringern wird. Hohe Stresslevel und ein ständiges Gefühl der Überarbeitung und Überlastung ist vielen nicht fremd. Ein Lösungsweg, der von vielen bis vor kurzem noch belächelt wurde und als Modeerscheinung abgeschrieben wurde, ist der der Achtsamkeit – im Bezug auf die Digitalisierung auf “Digital Mindfulness” genannt. 

Digitalisierung ist nicht nur Segen

Dank der zunehmenden Digitalisierung sind wir flexibler, freier und können selbstständiger unsere Zeit und Aufgaben einteilen. Was aber auch zugenommen hat: autonomes Arbeiten, die Erwartung einer großen Planungskompetenz und ein optimales Zeitmanagement. Nicht jeder ist für so eine Arbeitsweise geschaffen oder findet sich auf Anhieb darin ein. Vor allem in den Momenten, in denen man von der Flut an Input und Konnektivität erschlagen wird.

An Entschleunigung ist kaum zu denken. Die Freiheiten der heutigen Arbeitswelt können auch stark überfordern. Alles muss immer schneller, besser, größer sein – und dabei bleibt das wichtigste auf der Strecke, nämlich wir selbst.

Einfach mal innehalten

Achtsamkeit heißt, sich auf das Hier und Jetzt zu besinnen und sich auf den Augenblick zu fokussieren. Es geht darum, den Moment zu genießen, ohne an das nächste Meeting oder die ellenlange To-Do-Liste zu denken. Man muss sich nur erlauben, die Zeit dafür zu finden – worin aber oftmals das Problem liegt.

Auch wenn der work load immens ist, solltest Du Dir die Zeit nehmen, einen Schritt zurückzutreten und Freiräume zu schaffen:

  • Musst Du wirklich auf jede Email sofort reagieren oder sind mache einfach nicht relevant im Moment?
  • Welche Aufgabe ist am dringendsten und muss unbedingt abgearbeitet werden? Achte darauf, Deine To Do-Liste nach Prioritäten einzuordnen. Arbeit gibt es immer genug, Du musst lernen, Dir selbst Aufgaben zuzuteilen und im richtigen Zeitrahmen abzuarbeiten.
  • Du musst nicht alles selbst machen – delegiere was auch immer Du kannst und gewinne dadurch mehr Fokus für die wirklich wichtigen Aufgaben, ohne Ablenkungen. 

Mehr Achtsamkeit im Alltag

Wir hatten nie so viele Möglichkeiten wie jetzt, unser Leben zu gestalten und einzuteilen und nie waren zeitgleich Begriffe wie Achtsamkeit, Self-care oder Work-Life-Balance so omnipräsent. Verständlich wenn man bedenkt, wie schnelllebig unsere Zeit ist und wie multitaskingfähig wir sein müssen.

Stress im Alltag oder im Beruf wird immer Teil unseres Lebens sein – wir müssen lernen, uns an erste Stelle zu setzen. Es ist vollkommen in Ordnung, fünf Minuten am Tag mal nicht für anderes verfügbar zu sein: ob Meditation, Zeichnen, Schreiben, Yoga ist einem ganz selbst überlassen. Hauptsache man erlebt diese Zeit ganz bewusst und nur für sich.

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