Digi­tal Mind­ful­ness – so wich­tig wie noch nie

Das Tele­fon klin­gelt Sturm, der Arbeitschat pingt unun­ter­bro­chen auf und das E‑Mail-Post­fach quillt über – die digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on der Arbeits­welt bringt nicht nur Inno­va­ti­on. Wir sind immer ver­bun­den, immer erreich­bar und an “Abschal­ten” ist gar nicht mehr zu den­ken. 

Wir leben in einer Zeit der Reiz­über­flu­tung, die uns zuneh­mend über­for­dert und sich auch nicht ver­rin­gern wird. Hohe Stress­le­vel und ein stän­di­ges Gefühl der Über­ar­bei­tung und Über­las­tung ist vie­len nicht fremd. Ein Lösungs­weg, der von vie­len bis vor kur­zem noch belä­chelt wur­de und als Mode­er­schei­nung abge­schrie­ben wur­de, ist der der Acht­sam­keit – im Bezug auf die Digi­ta­li­sie­rung auf “Digi­tal Mind­ful­ness” genannt. 

Digi­ta­li­sie­rung ist nicht nur Segen

Dank der zuneh­men­den Digi­ta­li­sie­rung sind wir fle­xi­bler, frei­er und kön­nen selbst­stän­di­ger unse­re Zeit und Auf­ga­ben ein­tei­len. Was aber auch zuge­nom­men hat: auto­no­mes Arbei­ten, die Erwar­tung einer gro­ßen Pla­nungs­kom­pe­tenz und ein opti­ma­les Zeit­ma­nage­ment. Nicht jeder ist für so eine Arbeits­wei­se geschaf­fen oder fin­det sich auf Anhieb dar­in ein. Vor allem in den Momen­ten, in denen man von der Flut an Input und Kon­nek­ti­vi­tät erschla­gen wird.

An Ent­schleu­ni­gung ist kaum zu den­ken. Die Frei­hei­ten der heu­ti­gen Arbeits­welt kön­nen auch stark über­for­dern. Alles muss immer schnel­ler, bes­ser, grö­ßer sein – und dabei bleibt das wich­tigs­te auf der Stre­cke, näm­lich wir selbst.

Ein­fach mal inne­hal­ten

Acht­sam­keit heißt, sich auf das Hier und Jetzt zu besin­nen und sich auf den Augen­blick zu fokus­sie­ren. Es geht dar­um, den Moment zu genie­ßen, ohne an das nächs­te Mee­ting oder die ellen­lan­ge To-Do-Lis­te zu den­ken. Man muss sich nur erlau­ben, die Zeit dafür zu fin­den – wor­in aber oft­mals das Pro­blem liegt.

Auch wenn der work load immens ist, soll­test Du Dir die Zeit neh­men, einen Schritt zurück­zu­tre­ten und Frei­räu­me zu schaf­fen:

  • Musst Du wirk­lich auf jede Email sofort reagie­ren oder sind mache ein­fach nicht rele­vant im Moment?
  • Wel­che Auf­ga­be ist am drin­gends­ten und muss unbe­dingt abge­ar­bei­tet wer­den? Ach­te dar­auf, Dei­ne To Do-Lis­te nach Prio­ri­tä­ten ein­zu­ord­nen. Arbeit gibt es immer genug, Du musst ler­nen, Dir selbst Auf­ga­ben zuzu­tei­len und im rich­ti­gen Zeit­rah­men abzu­ar­bei­ten.
  • Du musst nicht alles selbst machen – dele­gie­re was auch immer Du kannst und gewin­ne dadurch mehr Fokus für die wirk­lich wich­ti­gen Auf­ga­ben, ohne Ablen­kun­gen. 

Mehr Acht­sam­keit im All­tag

Wir hat­ten nie so vie­le Mög­lich­kei­ten wie jetzt, unser Leben zu gestal­ten und ein­zu­tei­len und nie waren zeit­gleich Begrif­fe wie Acht­sam­keit, Self-care oder Work-Life-Balan­ce so omni­prä­sent. Ver­ständ­lich wenn man bedenkt, wie schnell­le­big unse­re Zeit ist und wie mul­ti­tas­king­fä­hig wir sein müs­sen.

Stress im All­tag oder im Beruf wird immer Teil unse­res Lebens sein – wir müs­sen ler­nen, uns an ers­te Stel­le zu set­zen. Es ist voll­kom­men in Ord­nung, fünf Minu­ten am Tag mal nicht für ande­res ver­füg­bar zu sein: ob Medi­ta­ti­on, Zeich­nen, Schrei­ben, Yoga ist einem ganz selbst über­las­sen. Haupt­sa­che man erlebt die­se Zeit ganz bewusst und nur für sich.

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