Von Karsten Kossatz

Wie sieht der Arbeitsplatz der Zukunft aus?

Die Arbeitswelt steht heute mehr denn je in einem stetigen Wandel. Und das nicht erst seit der Pandemie. Arbeitszeitmodelle werden neu überdacht, Arbeitsorte werden flexibler und es entstehen neue Formen der Zusammenarbeit. Von der Führungsebene ist ein Umdenken gefragt, denn starre Homeoffice-Konzepte werden hier nicht reichen. Welche Möglichkeiten es für den Arbeitsplatz der Zukunft gibt und wie Unternehmen dies umsetzen können, zeigen wir in diesem Artikel.

Das Großraumbüro hat ausgedient

Schon lange zeigen uns Studien, dass das Großraumbüro schlecht für unsere Konzentration ist. Doch erst seit der Pandemie haben viele Arbeitnehmer:innen erfahren, wie die Produktivität steigt, wenn man einen Arbeitsort für sich hat. Die Welt und das Büro haben sich geändert und eins steht fest: Das tägliche Pendeln von der Wohnung zum Arbeitsplatz ist Ressourcenverschwendung. Doch was ist die Alternative?

Homeoffice: Selbstbestimmung ist wichtig

Schon vor der Pandemie wurde in einigen Unternehmen die Möglichkeit des Homeoffice angeboten und von Mitarbeiter:innen genutzt. Laut einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft wollen mehr als die Hälfte der Beschäftigten, die in der Pandemie bereits im Homeoffice gearbeitet haben, dies auch weiterhin zu tun. 

Auch wenn Homeoffice auch nach der Pflicht bestehen bleibt, ist es nicht immer die beste Lösung für alle Beschäftigten. Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle:

  1. Arbeitsplatz: Nicht alle Mitarbeitenden haben die Möglichkeit und den Raum, ein Büro zu Hause einzurichten. Auch wenn das Unternehmen bei der Ausstattung hilft, ist eine räumliche Trennung vom Privatleben nicht immer gegeben.
  2. Doppelbelastung: Für viele spielt auch das Privatleben eine Rolle, vor allem wenn Kinderbetreuung oder die Pflege von Angehörigen dazu kommen. Das Homeoffice bietet nicht immer den passenden Rückzugsort, um Arbeit und Privatleben zu trennen.
  3. Teamzusammenhalt: Die soziale Interaktion und der Zusammenhalt im Team spielen ebenfalls eine Rolle. Nicht jedem fällt es leicht, sich zu Hause zu konzentrieren und die Motivation aufrechtzuerhalten.

Beim Thema Homeoffice ist es also wichtig, auf die Bedürfnisse der Mitarbeitenden individuell einzugehen. Viele Beschäftigte wollen nämlich von Zuhause arbeiten, wenn auch nicht jeden Tag. Folglich sollen Unternehmen keine starren Regelungen festsetzen, sondern für mehr Flexibilität und Sicherheit bei den Mitarbeitenden sorgen.

Die Zukunft der Arbeit ist hybrid

Um allen Wünschen und Ansprüchen der Arbeitnehmer:innen gerecht zu werden, setzen immer mehr Unternehmen auf hybride Arbeit. Die Arbeit kann also im Büro, von Zuhause oder von dritten Orten wie externen Meetingräumen, Coworking-Spaces oder Cafés stattfinden. Dabei können die Mitarbeitenden nach ihren Bedürfnissen arbeiten und die Arbeitswoche individuell an die eigenen Termine anpassen. 

Hybrid Work-Konzept für Unternehmen

Doch wie wird hybride Arbeit im Unternehmen umgesetzt? Ganz klar: Es muss ein Konzept her! Darin sollten unter anderem folgende Themen ausgearbeitet werden:

  • Regeln: Es ist wichtig, klare Regeln und Strukturen festzuhalten. Diese können für einzelne Teams oder unternehmensübergreifend festgelegt werden.
  • Kommunikation: Wie sieht die Kommunikation mit dem Team aus? Es können regelmäßige Check-ins stattfinden, um auf dem Laufenden zu bleiben.
  • Zusammenarbeit: Welche Tools sollen für die Zusammenarbeit genutzt werden? Hier gibt es eine große Auswahl an Projektmanagement Tools (wie Jira, Asana oder Trello).
  • Management der Arbeitsplätze: Um den Überblick zu behalten, können Tools wie der independesk Manager implementiert werden. Dort erkennt man auf einen Blick, welche Mitarbeitenden in eigenen Büroflächen, im Homeoffice oder an dritten Orten arbeiten.

Hybrid Work ist gekommen, um zu bleiben

Werden interne Büroräume somit überflüssig in der Zukunft, wenn immer mehr Unternehmen auf remote Arbeit setzen? Nicht unbedingt: Gemeinsame Büroflächen sind auch weiterhin wichtig, um einen aktiven Ort des Austausches zu schaffen. Menschen sind soziale Wesen und gemeinsame Erfahrungen im Team lassen uns weiter zusammen wachsen. Dafür sind aber nicht zwingend interne Büroflächen nötig - Unternehmen können auch durch Coworking-Spaces und externe Meetingräume Orte der Zusammenkunft gestalten. Dabei schaffen sich Unternehmen, die hier frühzeitig reagieren, einen erheblichen Vorteil: Sie binden nicht nur bestehende Mitarbeiter:innen durch ein freieres Arbeitsmodell, sondern können standortferne Fachkräfte rekrutieren.

Fazit

Letztendlich gilt es einiges zu beachten, wenn Unternehmen auf hybride Arbeit setzen. Damit die Umstellung auch nachhaltig funktioniert, müssen die Mitarbeitenden hinsichtlich Ausstattung und Tools unterstützt werden. Bisherige Prozesse gilt es dabei zu überdenken. Mit einem individuellen Hybrid-Work-Modell, welches auf Ihr Unternehmen zugeschnitten ist, steht der Umstellung allerdings nichts mehr im Weg. Damit schaffen Sie für alle involvierten Personen einen Mehrwert - auf Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite. 

Sie wollen mehr über hybrides Arbeiten erfahren oder brauchen Hilfe bei der Umsetzung in Ihrem Unternehmen? Wir beraten Sie gerne und begleiten Sie von Anfang an! 

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